Wie kaum ein anderer Moselort wird Alken, das sich an der weiten Wasserfläche der aufgestauten Mosel entlangzieht, von einer mächtigen Burg beherrscht. Wenn auch teilweise in Ruinen, so steht die Burg Thurant mit ihren zwei großen Bergfrieden immer noch imposant über dem Dorf am Flußufer.
Dabei ist Alken sicher älter als die mittelalterliche Burg, die vom Pfalzgrafen Heinrich, dem Bruder König Ottos VI., 1197 erbaut wurde. Er war gerade von einem Kreuzzug nach Europa zurückgekehrt und benannte den Bau nach einer Festung "Thuron" in Syrien, die er selber vergeblich zu erstürmen versucht hatte. Die Moselburg wiederum wurde 1246-48 durch die Truppen der Kurfürsten von Köln und Trier belagert. Vom gegenüberliegenden Bleidenberg wurde sie mit Wurfgeschossen belegt und mußte schließlich kapitulieren. Die Erzbischöfe teilten die Burg unter sich auf und errichteten zwei Bergfriede und eine Trennmauer. |
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Das Amt Alken wurde gemeinschaftlich verwaltet. Solche Burgaufteilungen kamen damals des öfteren vor, so gab es z.B. auch in Schloß Bürresheim bei Mayen einen trierischen und einen kölnischen Teil. Im Weinort Alken sind die Zeugnisse der Vergangenheit nicht zu übersehen. Reste der alten Ringmauer und der "dicke Turm" bezeugen die Wehrhaftigkeit im Mittelalter, als Alken Stadtrechte besaß. Das Schloß von Wiltberg erzählt von späteren Epochen des Feudalismus und die vielen Weinhöfe im Fachwerkstil von Winzerfleiß und Bürgertüchtigkeit im alten Alken.
Eindrucksvoll liegt die romanische St. Michaelskirche nicht im, sondern über dem Dorf, wohl am Platz eines alten Heiligtums. Aus keltischer Zeit stammen die Reste einer Befestigungsanlage im Alkener Bachtal.
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