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Der Winzerort mit dem ungewöhnlich klingenden (wohl keltischen) Namen liegt direkt unter seinen Weinlagen, die jedem Weinkenner vertraut sind und auf denen fast nur Riesling-Reben wachsen: Himmelreich, Abtsberg, Domprobst und Josephshöfer. In Graach sind die Dorfstraße und die kleinen Nebengassen ruhig, denn der Verkehr läuft auf der ausgebauten Bundesstraße am Ort vorbei. Erhalten haben sich neben der spätgotischen Pfarrkirche St. Simon und Judas Thaddäus schöne Fachwerkhäuser und der Mattheiserhof, einst Besitz der St. Matthias-Abtei aus Trier.
Vor dem Ort liegt der große Josephshof, ein uraltes Weingut, das bis zum Ende des Feudalismus als Martinshof im Besitz der Trierer Abtei St. Martin war. Angeblich gehörte er den Trierer Mönchen schon seit dem 6. Jahrhundert, und das bedeutet, daß er wohl direkt aus einem römischen Weingut hervorgegangen ist. Das wären dann fast 2000 Jahre kontinuierlicher Weinbautradition in den gleichen Lagen.
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Über Graach und seinen Wingerten stehen auf der Höhe die Häuser des Ortsteils Graacher Schäferei. Wie der Name sagt, wurde hier von den Graachern Schafzucht betrieben, wenn die Zeiten schlecht waren und der Weinertrag gering. Aber im 19. Jh. entwickelten sich dort einige Aussiedlerhöfe, die Ackerland oberhalb der Weingärten suchten. Noch weiter oberhalb, auf der Höhe der Moseluferberge, liegen die Graacher Schanzen. Sie wurden zuerst 1794 von den Preußen zur Abwehr der französischen Revolutionsheere errichtet. Doch die überrannten die Rheinlande so schnell, dass diese Schanzen gar nicht verteidigt wurden. Nun übernahmen die Revolutionstruppen die Befestigungsanlagen und ließen sie von den Graachern in Frohnarbeit ausbauen. Aber auch das konnte am Ende Napoleons Untergang nicht verhindern.
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