| "Lang wie Klüsserath" sagt man an der Mosel. Und der Besucher,
der den Wagen abstellt und von der Salmbrücke aus der schmalen,
alten Hauptstraße durchs Dorf folgt, kann das leicht nachvollziehen.
Er betrachtet die schönen Winzerhöfe und die kurzen Gassen, die
zu den Moselwiesen führen, wo heute der Damm der Schnellstraße
läuft - und geht und geht und geht. Das Straßendorf scheint kein
Ende zu nehmen. Wenn schließlich der Ortsausgang erreicht ist,
sollte zum Rückweg die parallel laufende Straße gewählt werden,
mit schönen Einblicken in die Arbeitshöfe der Winzer. Zurück an
der Salm hat der Spaziergänger sich eine Erfrischung verdient
- und weiß nun, was es heißt: "lang wie Klüsserath". |
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Das keltische Untariacum war auch in römischer Zeit besiedelt. Im Mittelalter besaßen u. a. der heilige Willibrord von Echternach Weinberge in Klüsserath, und der Lagenname "Bruderschaft" kommt wohl auch vom Besitz einer Klosterbruderschaft. Aus der neutrierischen Zeit haben sich die Reste einer Wasserburg erhalten. Über den Wingerten liegt am Waldrand eine schöne Kapelle.
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