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Koblenz

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109807 Einwohner, 10507 ha, davon 52 ha Weinbau und 2872 ha Wald

Ihre Gastgeber in Koblenz
  

Gegenüber liegt die Florianskirche, deren Gründung in das 10. Jahrhunder zurückreicht, der Neubau stammt vom Anfang des 12. Jahrhunder Sie wurde auf der römischen Kastellmauer errichtet. Heute ist sie die evangelische Kirche für die Altstadt. Zwischen ihr und Bürresheimer Hof, Altem Rathaus und Schöffenhaus liegt ein weiterer freier Platz. Der Bürresheimer Hof wurde 1659 erbaut und war seit 1714 Adelsitz de-rer von Breidbach -Bürresheim. Von 1851 bis zum 9.11.1938 war er die Synagoge von Koblenz; heute befinden sich hier Abteilungen der Stadtbücherei.

Das alte Kaufhaus mit dem Augenroller wurde als Kaufhaus und Geselligkeitszentrum der Kaufmannschaft in den Jahren 1419-1425 erbaut und war von 1674-1792 Rathaus. Über der Eingangspforte erblickt man das Kopfbild eines bärtigen Ritters, von den Koblenzern "der Augenroller" genannt. Unablässig geht er dieser Tätigkeit nach. Mal nach rechts, mal nach links rollen seine furchterregenden Augen. Aber nicht nur das - alle halbe Stunde streckt er seine rote Zunge dem Betrachter heraus. Bei ihm soll es sich um den Ritter Johann Lutter von Kobern handeln. Er war kurtrierischer Vogt im nahen Waldesch hinter dem Koblenzer Stadtwald. 1536 wurde er von Bauern überwältigt und des Straßenraubes bezichtigt.

Ob das der Wirklichkeit entsprach oder ob er sich politisch mit falschen Freunden verbündet hatte, ist nicht mehr zu beweisen; jedenfalls wurde er geköpft. Selbst im Angesicht des Todes soll er sich den Gaffern zugewandt und ihnen die Zunge herausgestreckt haben. Der rollende Kopf habe häßlich die Augen verdreht - so wie er es immer noch tut.

Heute beherbergt der Bau das Mittelrheinmuseum. Daneben steht das 1528-35 erbaute Schöffenhaus als Zeugnis städtischer Selbstverwaltung.

Aus der Altstadt ragen die Türme zweier ehemaliger Stiftskirchen: St. Florin aus dem 11. Jh. und Liebfrauen. Diese ist seit dem 5. Jahrhunder nachweisbar und damit Koblenzer Urpfarrkirche. Der heutige Bau von 1180 wurde Mitte des 13. Jh. vollendet.

Ein Durchlass führt auf den Plan, einen weiteren Platz in der Altstadt. Auch hier steht ein Brunnen. Er wurde 1783-86 auf Geheiß des Trierer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus erbaut; das Wasser wurde von Metternich hergeleitet. Etwas weiter oberhalb befinden sich an der Straßenkreuzung die sogenannten vier Türme; es handelt sich um die vier Eckhäuser besagter Kreuzung mit erkerartig vorspringenden Gebäudeteilen. Sie entstammen wohl der Zeit kurz nach 1600. Auf dem Plan selbst steht die alte Feuerwache, die 1719 als Stadtkommandantenhaus erbaut wurde und 1805-1895 als Rathaus diente. Im rechten Winkel dazu steht das Drouvensche Haus, 1779 erbaut. Es war 1792 Wohnsitz des Bischofs von Verdun, Renatus Desnois; er hatte - wie viele französische Emigranten vor der französischen Revolution in Koblenz am Hofe des Trierer Kurfürsten Zuflucht gesucht. Daneben, anstelle einer modernen Bank, stand das Geburtshaus von Henriette Sontag (geb. 3.1.1806), einer zu ihrer Zeit großen Sängerin.

Über Entenpfuhl und Jesuitengasse kommen wir zum Jesuitenplatz. Hier, wo sich heute die Stadtverwaltung befindet, stand 1250-1580 ein Zisterzienser-Nonnenkloster. Von 1580-1773 war es ein Jesuitenkolleg und später ein Gymnasium; auch heute noch sind es nur wenige Schritte bis zum Görres-Gymnasium. In der Gymnasialstraße befindet sich das Urbild eines Koblenzer Lausbuben, der Schängel - als Brunnenfigur. Nur der Ahnungslose wird sich ihm harmlos nähern - und erhält eine kräftige Dusche aus des Schängelchens Mund.


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Koblenz um 1830

 




Jährliche Feste:
siehe jährlichen Veranstaltungskalender der Stadt Koblenz

Weinlagen:
Hamm, Marienberg, Kreuzberg, Schnorrbach-Brückstück

Informationen:
Fremdenverkehrsamt Koblenz
Bahnhofplatz
56068 Koblenz
Tel. 0261/31304   Fax 0261/1293800



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