Igeler Säule

 

Igel

 

Die Igeler Säule mitten in Igel ist ein gut erhaltenes römisches Grabmal, das im dritten Jahrhundert an der Römerstraße Trier-Reims errichtet wurde. Der 23 m hohe Sandsteinbau, das größte erhaltene römische Pfeilergrabmal nördlich der Alpen, hat den Lauf der Zeit wohl nur überstanden, weil im Mittelalter eine der Bild-Szenen als christliche Heiligendarstellung fehlgedeutet wurde. So blieb der Säule das Schicksal erspart, wie die meisten antiken Hochbauten als Steinlieferant zu dienen und abgerissen zu werden.

Errichtet wurde das Grabmal von einer reichen treverischen Tuchhändlerfamilie, den Secundiniern, die es mit Darstellungen aus dem Leben der Tuchmacher und der griechisch-römischen Mythologie verzieren ließen. Da wird der Laden der Tuchhändler gezeigt, Transporte mit Wagen und mit Schiffen, aber auch eine Mahlzeit und die Küche.

Weltweit als wertvolles Kulturgut anerkannt ist die Igeler Säule, seit sie 1986 auf die UNESCO-Liste »Erbe der Welt« gesetzt wurde.