Porta Nigra

 

Die »Porta Nigra« in Trier ist das größte erhaltene Stadttor des römischen Weltreiches.

 

Stadttore und Stadtmauer des römischen Trier wurden nach einem Germaneneinfall gegen Ende des 2. Jahrhunderts erbaut. Der unvollendete Eindruck der Porta Nigra rührt daher, dass man die Gerüste der Steinhauer schnell abbaute, da sie bei der Belagerung während des Aufstandes des Clodius Albinus gegen Kaiser Septimius Severus (197 n.Chr.) hinderlich waren. Nach der Niederwerfung des Aufstandes wurden sie nicht mehr aufgebaut. Nachdem sich der Einsiedler Simeon in der Porta Nigra hatte einmauern lassen (1028) und Erzbischof Poppo von Babenberg hier eine Doppelkirche einrichtete (1034) überstand die Porta Nigra in völlig veränderter Form die Jahrhunderte: Oben war eine Kirche für die Geistlichkeit des anschließenden Stiftes St. Simeon (heute Stadtmuseum) eingerichtet worden, im Mittelgeschoss befand sich eine kleine Kirche für die Laien, während man das Untergeschoss zugeschüttet und eine Freitreppe bis zum Mittelgeschoss angelegt hatte. Napoleon I., weniger an Kirchen als an dem römischen oder vermeintlich gallischen Monument interessiert, ließ die Porta Nigra 1804 wieder auskernen. Die Arbeiten wurden dann in preußischer Zeit fortgeführt. Seit 1968 fanden umfangreiche Sicherungsarbeiten (Schutzdach für Ostturm und romanische Chorapsis) statt.